Meine Erfahrungen mit CBD

Cannabis Blatt

Die Studienlage zum Thema CBD ist nach wie vor dünn. Im Internet liest man sehr viele positive Erfahrungsberichte.

Andererseits gibt es auch viele Menschen, die bei der Einnahme von CBD nicht wirklich eine Wirkung wahrnehmen konnten und überzeugt sind, dass es sich um ein Placebo handelt.

Da ich CBD seit einiger Zeit ausführlich am testen bin, möchte ich in diesem Artikel über meine persönlichen Erfahrungen schreiben. Zuerst werde ich noch darauf eingehen, wieso ich überhaupt auf die Idee gekommen bin, CBD zu testen.

Wenn du selbst schon Erfahrungen mit CBD gemacht hast, freue ich mich sehr, wenn du mir in den Kommentaren davon berichtest.

Nun habe ich aber genug gelabert, los gehts!

Wieso habe ich CBD überhaupt getestet?

Es fällt mir nicht leicht darüber zu sprechen. Ehrlich gesagt ist es das erste Mal, dass ich das öffentlich mache.

Bis zu meinem 15. Geburtstag war ich immer happy und hatte das beste Leben, dass ich mir vorstellen konnte.

Ich hatte viele sehr gute Freunde, schrieb gute Noten und war sportlich sehr aktiv. Mein Leben war einfach perfekt, mir lag die ganze Welt zu Füssen.

Dann passierte es. Ich wünschte mir zum 15. Geburtstag eine Xbox 360. Klingt ja erstmal ganz normal 🙂

Es ging nicht lange und ich war in der virtuellen Welt völlig gefangen. Der futuristische Ego-Shooter Halo 3 hat mich in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen.

Von diesem Moment an ging mein Leben bergab. Ich war Tag und Nacht am Zocken und hatte nichts anderes im Kopf.

Auch wenn ich es damals nicht zugeben wollte, war ich definitiv süchtig.

Ich hatte jeden Morgen eine starke innere Unruhe, ein komisches Gefühl in der Magengegend. Diese Gefühl hörte erst auf, als ich anfing zu spielen.

Auch wenn du dir das nicht gut vorstellen kannst, Games haben ein extrem hohes Suchtpotenzial. Vor allem Online-Modi, die kein Ende haben, können sehr gefährlich werden.

Um die Geschichte etwas abzukürzen: Ich habe mich die nächsten vier Jahre sozial total isoliert und lebte nur noch für das Spiel.

Vor dieser Zeit war ich selbstbewusst und kam in sozialen Interaktionen immer sehr gut zurecht.

Als ich dann nach vier Jahren genug vom Gamen hatte, habe ich gemerkt, dass ich gar nicht mehr wusste, wie man sich in sozialen Situationen richtig verhalten sollte.

Ich war in sozialen Interaktionen extrem aufgeregt, früher war das alles gar kein Problem. Ich wusste echt nicht, was mit mir los war.

Ein paar Jahre später wurde mir dann bewusst, dass ich an einer sozialen Phobie leide.

Bei einer sozialen Phobie hat man Angst, von anderen Menschen negativ bewertet zu werden. Stärker ausgeprägt kann es dazu führen, dass man sich komplett isoliert und teilweise wochenlang nicht mehr aus dem Haus geht.

Genau das war bei mir der Fall. Obwohl Ängste in der heutigen Zeit fast immer irrational sind, war ich über Jahre in meiner Angst gefangen.

Die Angst hat mich richtig blockiert. Ich war nicht in der Lage meine Ziele und Träume zu verfolgen.

Da ich immer schon sehr hohe Erwartungen an mich hatte, musste das früher oder später in eine klinische Depression führen.

Seit fast 10 Jahren versuche ich nun, meine Lebensqualität wieder auf ein angenehmes Level anzuheben.

Ich hatte schon einiges gefunden, dass mir persönlich hilft. Freunde treffen, Sport, gesunde Ernährung und regelmässig schlafen ist auf jeden Fall ein guter Anfang.

Für mich reichte das aber noch nicht. Ich hatte immer noch sehr oft wenig Antrieb und wurde beispielsweise morgens im überfüllten Zug immer sehr nervös. Als ob mir da etwas passieren könnte!

Der CBD-Hype war zum Glück so ausgeprägt, dass man ihn fast nicht übersehen konnte.

In meinen Youtube-Vorschlägen war „zufälligerweise“ ein Video zum Thema CBD und Angst.

Im Video hat ein Konsument von seinen Erfahrungen mit CBD in Bezug auf seine Panikattacken erzählt. Diese waren ausschliesslich positiv.

Ich war erstmal skeptisch, da ich zwar von Zeit zu Zeit „echtes“ Gras geraucht hatte, aber meistens etwas paranoid wurde. Was bei meiner psychischen Verfassung natürlich nicht wirklich gut war.

Trotzdem hatte mich die Neugier gepackt und ich recherchierte fleissig weiter. Im Netz fand ich weitere positive Erfahrungsberichte.

Wieso nicht testen? Ich hatte wirklich nicht viel zu verlieren und konnte eigentlich nur gewinnen.

Mein erster CBD-Test war erfolglos

Voller Hoffnung ging ich ein paar Tage später in einen CBD-Store und kaufte mir das stärkste CBD-Öl.

Da ich etwas ungeduldig war und herausfinden wollte, was dran war am CBD-Hype, nahm ich gleich die doppelte Dosis.

Ausser einer sehr dezenten Entspannung merkte ich nicht wirklich viel. Dafür war mir das Öl viel zu teuer.

Ich versuchte es noch mit Blüten, diese wirkten zwar etwas besser, ich war aber kein Fan vom Rauchen und konnte mir zu dieser Zeit keinen qualitativ hochwertigen Vaporizer leisten.

Nach ein paar Tagen gab ich entmutigt auf.

2 Jahre später – Wird es doch noch was mit dem CBD?

Als ich zwei Jahre später bei einem Freund war, erzählte mir dieser, dass er Abends jeweils einen CBD-Tee trinkt, um besser einzuschlafen. Er meinte auch, dass er durch die Einnahme von CBD allgemein etwas ruhiger werde.

Von meinem ersten Versuch war ich sehr enttäuscht. Es klang aber einfach zu gut, um nicht noch einmal einen Versuch zu wagen. Dieses Mal aber richtig.

Ich bestellte mir Internet einen Vaporizer und 15 Gramm CBD-Blüten für über 200 Schweizer Franken. Wennschon, dennschon.

Schon nach der ersten Dampf-Session bemerkte ich, dass die Wirkung vom Vaporisieren deutlich stärker war. Das muss bei dir nicht gleich sein, bei mir war es aber definitiv so.

Ich war plötzlich entspannter, psychisch und körperlich. Ich fühlte mich seit langer Zeit das erste Mal wieder wie ein Mensch. Ich wusste gar nicht mehr, wie gut sich das Leben anfühlen kann.

Ich sah die Welt in einem völlig anderen Licht. Ich hatte richtig gute Laune und konnte mich gleichzeitig auch gut auf meine Projekte fokussieren.

Das war vor etwa vier Monaten. Seither ist kein Tag vergangen, an dem ich auf CBD verzichtet habe.

Wie hat CBD mir bisher geholfen?

Vorab: Hat der tägliche CBD-Konsum meine Lebensqualität verbessert? Ganz klar, ja 😀

Ist CBD ein Wundermittel, das Ängste und Depressionen vollständig heilt? Nein. Trotz sehr positiver Erfahrung, bin ich nicht zu 100% frei von Ängsten und depressiven Phasen.

Meine Einstellung zum Leben hat sich aber deutlich verbessert.

Ich bin vor allem am Morgen, wenn ich mich auf den Weg zur Arbeit mache, meistens sehr unruhig und etwas ängstlich.

Seit ich begonnen habe, schon morgens CBD zu dampfen, hat sich das deutlich verbessert. Ich bin immer noch kein Fan von überfüllten Zügen, komme aber ganz gut damit zu recht.

Auch bei der Arbeit merke ich, dass ich bei Meetings und Telefonaten deutlich ruhiger bin. Auch stressige Situationen kann ich mittlerweile relativ gut handeln.

Dies hat natürlich nicht nur mit dem CBD zu tun, die unzähligen Therapiestunden haben sicherlich auch einiges bewirkt.

Ich merke aber, dass mir das Cannabidiol einfach gut tut.

In meinen stärkeren depressiven Phasen, die leider relativ oft vorkamen, lebte ich nach meiner Arbeit fast schon in meinem Bett. Ich hatte absolut keinen Antrieb etwas zu machen, auch wenn man sich genau in solchen Situationen unbedingt überwinden sollte.

Seit ich mit dem CBD begonnen habe, kenne ich diese stark depressiven Phasen nicht mehr wirklich. Wie kann man depressiv sein, wenn man den ganzen Tag fröhlichen Reggae hört? 😉

Ob die Verbesserung meines psychischen Zustandes nur vom CBD ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Da wären wir wieder bei Korrelation und Kausalität…

Auf jeden Fall geht mein Leben aufwärts und das ist für mich schon sehr viel wert.

Mein persönliches Fazit zum Thema CBD

Mir persönlich hilft CBD auf täglicher Basis. Ich liege in meiner Freizeit nicht mehr nur im Bett rum und starre die weissen Wände an.

Ich habe mehr Lebensfreude und gehe neue Projekte an, die ich jahrelang hinausgezögert habe. Ich wollte immer schon einen eigenen Blog erstellen um mich mit anderen Menschen auszutauschen, siehe da!

CBD ist kein Wundermittel, dass alle deine Probleme lösen wird. Auf mich persönlich hat es aber eine positive, wenn auch sehr subtile Wirkung.

Ich möchte niemanden etwas verkaufen, wenn du dich aber in einer ähnlichen Situation befindest, wäre es vielleicht einmal einen Versuch wert.

Das war’s erstmal von meiner Seite, wurde deutlich länger als erwartet. Ich hoffe, dass ich dich mit meinem Monolog nicht zu sehr gelangweilt habe. So offen zu sein, ist mir auf jeden Fall nicht leicht gefallen.

Wenn du selbst schon Erfahrungen mit CBD gemacht hast, freue ich mich sehr auf deinen Kommentar 🙂 Auch über Fragen oder Anmerkungen freue ich mich natürlich!

Schreibe einen Kommentar